Das smarte Badezimmer

Der Funktionswandel des Badezimmers hin zu einem Funktions- und Erholungsraum hat zahlreiche gestalterische Mittel zum Vorschein gebracht. Heutzutage ist das Badezimmer nahezu der einzige Raum, in dem wir unsere Sinne verwöhnen können und zur Ruhe kommen.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass Smart Home Elemente in immer größerem Umfang auch in unserem privatesten Raum integriert werden.

In anderen Bereichen des Hauses sind smarte Automatisierungsvorgänge bereits weit verbreitet. In vielen Wohnzimmern ist beispielsweise die zentrale Steuerung der Gebäudetechnik Standard. Schon von unterwegs aus werden durch persönliche Zeitprogramme die einzelnen Komponenten aufeinander abgestimmt. Die Heizung fährt schon mal hoch, das passende Lichtambiente stellt sich ein und beim Eintritt in das Haus wird die Musik für das Abendessen aktiviert.

Doch auch im Badezimmer erweisen sich die smarten Erweiterungsmöglichkeiten als vielfältig. So können Sie vorab die individuelle Wohlfühltemperatur unter der Dusche einstellen, smarte Spiegel informieren Sie morgens über die wichtigsten Nachrichten und den Wetterbericht, wobei berührungslose Armaturen Ihnen den alltäglichen Gang auf die Toilette erleichtern. Dabei kommen Sie nicht nur hygienischen Standards entgegen, sondern erhöhen auch den Komfort im Badezimmer. Energieeinsparungen als Resultat des angepassten Wasserverbrauches sind ein weiterer netter Nebeneffekt.

Wir geben Ihnen den Überblick über die Möglichkeiten eines modernen Badezimmers und stellen Ihnen einige Beispielprodukte vor:

Smarte Tools

  • Intelligente Wassermelder:

Als Sicherheitselement im Badezimmer kann der „Grohe Sense“ Wassersensor eingesetzt werden. Dieser misst die Feuchtigkeit und Raumtemperatur, wodurch undichte Stellen frühzeitig erkannt werden. Auf übermäßige Wasseransammlungen kann somit schnell reagiert werden, um größere Folgeschäden zu verhindern.

Neben Wasserschäden können auch Schimmelbildungen verhindert werden. Dabei werden Sie durch das Überschreiten eines festgelegten Grenzwertes nach einer bestimmten Zeit automatisch benachrichtigt. So können Sie handeln, noch bevor Schimmel überhaupt entstehen kann.

Über die „Grohe Ondus App“ werden Sie mobil über auftretende Unstimmigkeiten informiert. Dadurch können Sie undichten Stellen schnellstmöglich auf den Grund gehen.

Mehr dazu erfahren Sie hier

  • Smarter Spiegel

Starten Sie mit dem „smart mirror“ besser in den Tag. Den eigenen Interessen entsprechend erhalten Sie bereits beim Zähneputzen oder Rasieren nützliche Informationen für den weiteren Tagesverlauf erhalten.

Dabei stehen vielfältige Funktionen für die einzelnen Familienmitglieder zur Verfügung. So können relevante Daten, wie beispielsweise der Wetter- und Verkehrsbericht abgebildet werden. Bei entsprechender Anbindung kann der Spiegel zusätzlich als digitaler Terminkalender genutzt werden.

Auch hinsichtlich der Lichtverhältnisse verfügt der „smart mirror“ über eine große Vielfalt. Durch hochwertige LEDs können Sie die Helligkeit in fünf verschiedenen Stufen regulieren und somit für jede Tageszeit das passende Lichtambiente schaffen.

Aber auch die Unterhaltung  kommt nicht zu kurz. Via Bluetooth können Sie Ihr Handy mit dem Spiegel verbinden und jederzeit die persönlichen Lieblingssongs abspielen. Entertainment erreicht durch den „smart mirror“ ebenfalls eine neue Stufe.

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  • Smarte Dusche

Auch das alltägliche Duscherlebnis können Sie durch smarte Elemente vereinfachen und optimieren. Durch das „DTV prompt digital Showering System“ von Kohler heizen Sie die Wassertemperatur schon von unterwegs aus auf und der Wasserfluss beim shampoonieren wird automatisch pausiert.

Ihre Hände benötigen Sie dabei lediglich für das Halten der Duschbrause. Der Entspannung nach einem anstrengenden Arbeitstag steht somit nichts mehr im Weg.

Mithilfe gespeicherter Zeitprogramme setzten Sie sich unter der Dusche eine zeitliche Grenze, um den Wasserverbrauch zu reduzieren. Neben dem erhöhten Komfort senken Sie dadurch auch den Energieverbrauch für die Warmwasserbereitung.

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  • Smartes WC

Der routinemäßige Gang auf die Toilette wird durch das „AquaClean Dusch WC“ von Geberit zu einem echten Wohlfühlerlebnis. Dabei übernimmt die Whirlspray-Duschtechnologie gründlich, schonend und sparsam die Reinigung nach dem Toilettengang.

Weitere Features sorgen für zusätzlichen Komfort. So beseitigt die Geruchsabsaugung unangenehme Gerüche, wobei ein Warmluftföhn mit regulierbarer Temperatur dem Wohlergehen jedes Einzelnen entgegenkommt.

Das WC ist in zwei verschiedenen Ausrichtungen erhältlich, wobei die „Mera Comfort“ Variante über zusätzliche Funktionen verfügt.

Die Bedienung übernimmt die im Lieferumfang enthaltene Fernbedienung. Alternativ ist die Steuerung aber auch über ein separates Wandbedienpanel oder mobil per App möglich. Dabei lassen sich die persönlichen Einstellungen auch auf der App speichern. Die gespeicherten Daten können Sie dann beispielsweise für Reisen auf andere „Aqua Clean Mera“ übertragen.

Weitere Informationen erhalten Sie hier

Berührungslose Armaturen  

Berührungslose Armaturen sind im öffentlichen Bereich bereits weit verbreitet. In Restaurantbädern wird der Wasserhahn meistens bereits durch eine Handbewegung aktiviert. Dadurch wird nicht nur der Komfort erhöht, sondern die berührungslose Aktivierung kommt auch den hygienischen Gegebenheiten im Badezimmer entgegen.

Doch die Technologie lässt sich nicht nur auf das Händewaschen übertragen.

Berührungslose Drückerplatten am WC bieten eine weitere Möglichkeit, um den alltäglichen Gang auf die Toilette zu vereinfachen. „Geberit“ bietet in diesem Zusammenhang in Ihrem Sortiment zahlreiche Betätigungsplatten für unterschiedliche Badsituationen.

So sind berührungslose Drückerplatten sowohl für die Betätigung von vorne als auch von oben erhältlich. Zusätzlich  stehen Fernbetätigungen zur Verfügung, welche im unmittelbaren Umkreis des WCs installiert werden.

Als Beispiel für die Betätigung von vorne ist die „Sigma80“ Drückerplatte hervorzuheben. Die WC-Spülung wird mit Annäherung der Hand an ein Lichtsignal berührungslos ausgelöst. Durch ein Aufleuchten des Lichtsignals wird die Spülung auch optisch bestätigt.

Dabei ist die Betätigungsplatte auch optisch ein Hingucker. Das moderne schwarze Echtglas wird durch 5 verschiedene LED-Leuchten ergänzt, wodurch die Farbausrichtung individuell ausgewählt werden kann.

Einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Ausrichtungen der berührungslosen Drückerplatten erhalten Sie hier

Programmierbare Wannenarmaturen

Wer die eigene Badewanne schon mal zum Überlaufen gebracht hat wird sich über die innovativen Regulationsmechanismen eines smarten Badezimmers freuen. So können Sie durch programmierbare Wannenarmaturen nicht nur die entsprechende Füllhöhe einstellen, sondern auch die Wassertemperatur individuell festlegen.

„Viega“ bietet mit der „Multiplex Trio E“ beispielsweise eine ansprechende Armatur zur Einstellung der genannten Daten.

Elektronisch geregelt lässt sich die Temperatur und Füllhöhe individuell einstellen. Dabei können Sie durch personalisierte Voreinstellungen die jeweiligen Vorlieben der einzelnen Familienmitgliedern speichern.

Die Bedienung übernimmt entweder eine Fernbedienung oder die entsprechende App. So kann der Wasserzulauf auch von unterwegs aus gestartet werden. Bei Erreichen des gewünschten Wasserstandes stoppt dieser automatisch.

Wassereinsparungen resultieren dabei aus der angemessenen Befüllung der Wanne. Überfüllte Wannen durch kurze Unaufmerksamkeiten gehören damit der Vergangenheit an.

Fazit

Im Zuge der erhöhten Ansprüche an das Badezimmer haben sich mittlerweile zahlreiche Smart Home Elemente auch auf unseren intimsten Raum übertragen.

Dabei stehen auch im Badezimmer die Aspekte Komfort, Energieeinsparung und Sicherheit im Vordergrund. So lässt sich der alltägliche Gang auf die Toilette durch das „AquaClean Dusch WC“ erleichtern. Zahlreiche Features lassen den Toilettengang zu einem echten Wohlfühlerlebnis werden. Darüber hinaus können Sie durch smarte Duschen bereits von unterwegs aus die Wassertemperatur aufheizen und Zeitprogramme erstellen. Dadurch setzten Sie sich  unter der Dusche eine zeitliche Grenze und reduzieren den Wasserverbrauch auf lange Sicht erheblich.

Den Komfort- und Hygieneansprüchen kommen Sie vor allem durch berührungslose Wannenarmaturen entgegen. Manuelle Schalter werden durch Sensoren ersetzt, sodass Sie für den Gang auf die Toilette Ihre Hände nicht benötigen.

Ob sich sich für Sie die Anschaffung smarter Elemente im Badezimmer lohnt müssen Sie persönlich entscheiden. Für viele mögen es unnötige Spielereien sein, wobei technikfreudige von den zahlreichen Möglichkeiten begeistert sein werden. Insbesondere im Hinblick auf die Zukunft können Sie  durch den bedarfsgerechten Wasserverbrauch und das optimierte Heizverhalten Kosten einsparen.

Kermi Wärmepumpen- Eingliederung in Smart Home

 

Wärmepumpen gehören nicht ohne Grund zu den beliebtesten Heizsystemen. Sie nutzen wie bereits in unserem Grundlagenartikel erwähnt, die kostenlose und direkt vor unserer Haustür befindliche Umweltwärme aus der Luft, dem Wasser oder der Erde, um diese später in Heizwärme umzuwandeln. Als Verbraucher können Sie dadurch bereits bei der Auswahl der passenden Heiztechnik einen entscheidenden Beitrag zum Schutz unserer Umwelt leisten.

In diesem Sinne hat der niederbayerische Heizungshersteller „Kermi“ im Hinblick auf die umweltschonende Nutzung und hohe Beliebtheit der Wärmepumpen mit der „x-center base“ eine eigene Steuerzentrale der Anlagen für die Integration in ein „Smart Home“ geschaffen. Dadurch wird die jeweilige Anlage auf Ihren individuellen Heizbedarf abgestimmt, sodass ein effizienter und ressourcensparender Betrieb garantiert wird.

Im Folgenden erhalten Sie zunächst Insiderwissen über die unterschiedlichen Betriebsweisen von Wärmepumpen. Anschließend stellen wir Ihnen mit der „x-center-base Steuerzentrale“ die Smart-Home-Lösung des Heizungsherstellers „Kermi“ vor.

Betriebsweisen 

Wärmepumpen weisen in Bezug auf die Wahl der Energiequelle (Luft, Wasser, Erde) eine enorme Vielfalt auf. Doch auch hinsichtlich der Betriebsweise gibt es Unterschiede. So können Wärmepumpen im Haushalt entweder als Hauptwärmequelle dienen oder durch einen zusätzlichen Wärmeerzeuger unterstützt werden. Wir geben Ihnen den Überblick:

Monovalenter Betrieb:

  • Wärmepumpe agiert als alleinige Wärmequelle
  • Bevorzugter Einsatzbereich in Häusern mit sehr guter Wärmedämmung (Neubauten, Niedrigenergieehäuser)
  • Idealerweise in Verbindung mit Fußboden- oder Wandheizung

Bivalenter Betrieb:

  • Wärmepumpe wird von einem zusätzlichen Wärmeerzeuger unterstützt
  • Kombinationsmöglichkeit mit thermischen Solar- oder Photovoltaikanlagen empfehlenswert (Unterstützung bei der Brauchwassererwärmung)
  • Bevorzugter Einsatzbereich in Häusern mit eingeschränkter Wärmedämmung (Altbauten)

Monoenergetischer Betrieb:

  • Wärmepumpe wird bei Bedarf durch eine zusätzliche Heizquelle unterstützt (bspw. an sehr kalten Tagen, wenn die Heizlast ohne Unterstützung nicht komplett abgedeckt werden kann)
  • Meist elektrische Zusatzheizung (Heizstab)
  • Bevorzugter Einsatzbereich in Häusern mit eingeschränkter Wärmedämmung

Effizienz

Wärmepumpen benötigen einzig für die Umwandlung der Umweltwärme in Heizenergie elektrischen Strom, welcher jedoch nur einen geringen Teil des Gesamtenergieeinsatzes ausmacht.

Die Effizienz der Anlagen hängt entscheidend vom Temperaturunterschied zwischen Wärmequelle und der Vorlauftemperatur des Heizungssystems ab. Je geringer dieser Unterschied, desto weniger Strom wird für den Umwandlungsprozess (Umweltwärme –> Heizwärme) benötigt.

Folglich arbeiten Erd- und Wasserwärmepumpen effizienter als Luftwärmepumpen, da das Erdreich beziehungsweise das Grundwasser im Vergleich zur Außenluft über das ganze Jahr hinweg konstante Temperaturen aufweisen. Luftwärmepumpen können jedoch sowohl innen als auch außen aufgestellt werden und profitieren von geringeren Anschaffungskosten. Eine übersichtliche Auflistung der Vor- und Nachteile finden Sie in unserem Grundlagenartikel: https://blog.heizung-scheibe.de/category/waermepumpen/

 

Kermi’s Smart-Home-Lösung: „x-center base“

Der niederbayerische Heizungsspezialist hat mit der Steuerzentrale „x-center base“ eine Möglichkeit geschaffen zahlreiche Wärmesystem-Komponenten des „Kermi-Systems x-optimiert“ in ein Smart Home zu integrieren. Dadurch können beispielsweise Elektroheizstäbe am Badheizkörper, Fußbodenheizungen, Heizkörper im Allgemeinen und natürlich auch Wärmepumpen angesprochen und gesteuert werden. Die Steuerung geschieht dabei ortsunabhängig über mobile Geräte (Notebook, Tablet oder PC). Hinsichtlich der Wärmepumpen ist in diesem Zusammenhang die „x-change-dynamic“ Produktlinie zu nennen. Das Heizverhalten wird hierbei durch die Erhebung und Auswertung relevanter Daten in den einzelnen Räumen individuell angepasst.

Die Wärmepumpen verfügen über eine modulierende Betriebsweise, wobei sie nicht dauerhaft auf Hochtouren laufen und die Heizlast dem individuellen Wärmebedarf angepasst wird. Somit kommt die Wärme effizient dort an, wo sie auch benötigt wird. Eigene Zeitprogramme für einzelne Räume oder die komplette Heizfläche sorgen für den bestmöglichen Komfort.

Sollten Sie neben der Wärmeregulierung weitere Funktionsbereiche abdecken wollen, bietet die anbieterübergreifende „EnOcean- Funktechnologie“ eine geeignete Erweiterungsmöglichkeit. Diese ermöglicht es zusätzliche Haustechnikelemente, wie beispielsweise Repeater, Fensterkontakte oder Feuchtigkeits- und Temperatursensoren, herstellerübergreifend in Ihr Smart Home einbinden. Der Fokus der Bauteile liegt dabei auf „Energy Harvesting“. Das bedeutet die benötigte Energie stammt nicht aus der Steckdose oder einer Batterie, sondern wird von der Umwelt bezogen.

Folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Elemente, die durch die „EnOcean-Funktechnologie“ integriert werden können:

  • Fenster/Türkontakt –> erkennt Zustand des Fensters bzw. der Tür (offen/geschlossen) und übermittelt ihn an die „x-center base Steuerzentrale“
  • Schaltaktoren –> senden Informationen über elektrische Verbrauchsgegenstände (bspw. Beleuchtung, Dimmen des Lichts, Heizungsregulierung)
  • Jalousieaktor –> Schaltung und Steuerung der Jalousien sowie integrierter Mess-Chip zur individuellen Positionierung der Rollläden
  • Meldeanlagen –> alarmieren Bewohner bei auftretenden Gefahren (bspw. Einbrüche oder Rauchentwicklung) und dienen zur Bewegungs- und Helligkeitserfassung
  • Temperaturfühler –> Ermittlung der Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Innen- und Außenbereich

Weiterführende Informationen zur zentralen Steuereinheit „x-center base“ sowie eine Auflistung der kompatiblen Wärmepumpen aus der „x-change dynamic“ Produktreihe finden Sie unter: https://www.kermi.de/raumklima/produkte/smart-home/x-center-base/

Fazit:

Wärmepumpen entziehen der Umwelt aus verschiedenen Energiequellen Wärme, um dadurch den Heizbedarf im Haus abzudecken. Ein Vergleich mit konventionellen Heizungssystemen, die auf Öl oder Gas als Energieträger setzen, belegt, dass sich die Anlagen in Punkto Komfort und Behaglichkeit kaum unterscheiden.

Jedoch punkten Wärmepumpen durch ihre umweltschonende und sparsame Betriebsweise, wodurch Sie die vergleichsweise hohen Investitionskosten der Anlagen auf lange Sicht gesehen ausgleichen werden.

Der Heizungshersteller „Kermi“ hat diesbezüglich mit der „x-center base“ Steuerzentrale eine eigene Smart Home Lösung für die zahlreichen Wärmesystem-Komponenten geschaffen. Benutzerfreundlichkeit steht dabei an erster Stelle, wobei Sie die einzelnen Elemente ortsunabhängig über mobile Geräte steuern können.

Zusätzlich bietet die anbieterübergreifende „EnOcean-Funktechnologie“ die Möglichkeit weitere Haustechnikelemente herstellerübergreifend einzubinden und die vielfältigen Verknüpfungsmöglichkeiten eines smarten Hauses auszuschöpfen.

 

 

Smart Home- Apple „HomeKit“ als zentrale Steuereinheit

 

In unserem Grundlagenartikel haben Sie bereits erste Informationen bezüglich des Themas „Smart Home“ erhalten. Dabei ist die Idee hinter einem intelligent vernetzten Zuhause  revolutionär:

Nach einem anstrengenden Arbeitstag betreten Sie ihr Haus bzw. Ihre Wohnung und die miteinander verknüpfte Haustechnik schafft Ihnen automatisch die bestmögliche Atmosphäre. Die Heizung ist bereits auf die eingestellte Wohlfühltemperatur hochgefahren und sobald Sie das Wohnzimmer betreten stellt sich das optimal gedimmte Licht ein, wobei Sie per Sprachbefehl die passende Musik für das Abendessen abspielen können und somit alleine durch die Geräte der Haustechnik eine gemütliche und vor allem individuell angepasste Atmosphäre schaffen können.

Doch wie können die Geräte verschiedener Hersteller herstellerübergreifend miteinander kommunizieren?

In diesem Artikel erhalten Sie weitere Informationen bezüglich der Vernetzung der einzelnen Geräte der Haustechnik durch Apples Smart Home Lösung „HomeKit“. Dadurch können Sie die einzelnen smarten Geräte über eine einzige App zentral steuern und sind nicht mehr auf verschiedene Apps der jeweiligen Hersteller angewiesen. Zudem bietet Apple auch eine Lösung für die Steuerzentrale, welche das Herzstück des Systems darstellt und Ihnen auch einen weltweiten Zugriff ermöglicht.

 

Apple „HomeKit“ als zentrale Steuereinheit

Apple bietet schon seit September 2014 und der einhergehenden Softwareversion „IOS 8“ mit „HomeKit“ eine zentrale Steuereinheit für die Funktionsbereiche der Haustechnik.

Anfangs hatte die neue Technologie Schwierigkeiten an Fahrt aufzunehmen. Doch durch IOS 11 will der Hersteller einiges ändern. Die Geräte sollen effizienter miteinander kommunizieren, wobei durch mildere Zulassungsvoraussetzungen immer mehr Hersteller neue Produkte „HomeKit“ kompatibel machen können.

Die grundlegende Koordinierung durch „HomKit“ erfolgt über die seit IOS 10 vorinstallierte „Home“ App, welche sozusagen die Fernbedienung des intelligent vernetzten Hauses ist. Smarte Haushaltsgeräte werden dort hinzugefügt, wobei sich automatisierte Vorgänge nach dem eigenen Zeitplan richten.

So können zahlreiche Vorgänge der verbundenen Geräte bequem per Smartphone koordiniert werden, alternativ sind Sie durch Apples Sprachassistentin „Siri“ auch in der Lage Befehle verbal auszuführen.

Die Besonderheit an „HomeKit“ ist, dass es grundsätzlich ohne Hub (Steuereinheit) funktioniert und somit die Anschaffung eines zusätzlichen Gerätes nicht notwendig ist, solange Sie die Technik nur Zuhause im eigenen WLAN nutzen.

Jedoch ist für die Fernsteuerung von unterwegs aus eine Steuerzentrale notwendig. Diese kann wahlweise durch den HomePod, ein Apple TV 4K beziehungsweise ein Apple TV (4. Generation/3.Generation) oder ein iPad mit mindestens IOS 10.3. hinzugefügt werden. Voraussetzung ist, dass die Steuerzentrale und die „HomeKit“ kompatiblen Geräte im selben Netzwerk verbunden sind.

Gerade für das Sicherheitssystem ist eine Steuerzentrale Voraussetzung, da Sie als Nutzer schließlich auch von unterwegs aus die Kontrolle über Ihre Überwachungskamera haben wollen.

Hinzuweisen ist noch darauf, dass ein Apple TV der dritten Generation keine automatisierten Vorgänge unterstützt. Für Automationen wird ein Apple TV der vierten Generation mit tvOS10 oder neuer benötigt.

 

„Wenn Dann Szenarien“

Sobald Sie Ihre Zentrale eingerichtet haben können Sie ihre Hauselektronik nach Belieben automatisieren und sogenannte „Wenn Dann Szenarien“ erstellen. Das Licht wird beispielsweise bei Verlassen des Hauses automatisch ausgeschaltet oder die Heizthermostate sorgen dafür, dass zu einer bestimmten Uhrzeit die Wunschtemperatur  erreicht wird.

Natürlich können Sie auch Berechtigungen an weitere Personen im Haushalt erteilen, wodurch Sie die automatisierten Vorgänge im Haus dem individuellen Zeitplan anpassen können.

Hilfestellungen bezüglich Einrichtung der zentralen Steuereinheit sowie das Erstellen von automatisch ablaufenden Szenen in der „Home“ App erhalten Sie unter: https://support.apple.com/de-de/HT207057

 

Kompatible Geräte

Beachten sollten Sie vor dem Kauf smarter Haushaltsgeräte, dass diese „HomeKit“ kompatibel sind und somit problemlos in das Netzwerk integriert werden können. Geräte ohne „HomeKit“ Unterstützung können über ein „Gateway“ Produkt, wie zum Beispiel einen Hub in den Haushalt integriert werden. Der Hub stellt dann die Verbindung zwischen dem entsprechenden Gerät und Apples „HomeKit“ her.

Einige namhafte Hersteller für Produkte aus den einzelnen Bereichen der Haustechnik haben bereits ein ausgeprägtes Angebot an „HomeKit“ kompatiblen Geräten.

Die folgende Übersicht stellt Produkte aus den wichtigsten Bereichen der Haustechnik vor, die „HomeKit“ kompatibel sind. Vorteilhaft ist, dass Sie alle Funktionen zentral per „Home“ App oder über Apples Sprachassistentin „Siri“ steuern können und somit herstellerübergreifend ein einwandfrei vernetztes Zuhause schaffen.

Lichtregulierung – Philips Hue Bridge 2.0:

  • Quadratische Philips Hue Bridge
  • verknüpft Philips Hue-Leuchten mit der „HomeKit“ Technologie
  • zeitlich festgelegter Zeitplan für optimale Lichtverhältnisse
  • flexible Einteilung der Lampen in Räume und Gruppen
  • Szenen können raumübergreifend erstellt werden

Heizung – Elgato Eve Heizkörperthermostate:

  • Automatisierte Temperaturregulierung durch smarte Heizkörperthermostate
  • Raumabhängige Zeitpläne sorgen für Wohlfühltemperaturen zum Wunschzeitpunkt
  • Automatisches Aufheizen bei Betreten bzw. Abkühlen bei Verlassen des Hauses
  • LED-Display als übersichtliche Temperaturanzeige

 

Sicherheitssysteme – Honeywell Lyric Controller:

  • Kontrolle über integrierte Geräte (Thermostate, Kameras, Lichter,..)
  • Ansprechendes Design (geeignet für Anbringung an der Wand)
  • Bedienung über Touchpad oder verbal per Stimme

 

Die hier genannten Geräte erfassen nur drei Bereiche der Haustechnik. Neben Licht- und Heizungsregulierung sowie einem zentralen Sicherheitssystem gibt es aber noch zahlreiche weitere Funktionsbereiche, die Sie durch smarte Geräte in der Haustechnik abdecken können.

So können Sie beispielsweise bezüglich erweitertem Komfort smarte Jalousien in Ihr Schlafzimmer integrieren, um diese Ihrem täglichen Rhythmus entsprechend anzupassen und zusätzlich Energie zu sparen.

Hier finden Sie eine ausführliche Auflistung der „HomeKit“ kompatiblen Geräte, welche von smarten Heizkörperthermostaten über Sicherheitssysteme bis hin zu Garagenöffnungssystemen reicht: https://www.apple.com/de/ios/home/accessories/

 

Fazit:

Eine zentrale Steuereinheit ist für ein herstellerübergreifendes und einwandfrei funktionierendes „Smart Home“ Voraussetzung. Apple bietet diesbezüglich mit „HomeKit“ eine optimale Lösung. Wenn Sie über Apple Geräte verfügen, profitieren Sie maßgeblich von der Technologie.

Nachdem Sie die zentrale Steuereinheit durch einen Apple TV, ein iPad oder den neuen HomePod eingerichtet haben, können Sie über die „Home“ App Ihre smarten Haushaltsgeräte hinzufügen und automatisierte Vorgänge jederzeit auch von unterwegs ausführen.

Apples Sprachassistentin „Siri“ steht Ihnen für die Kommunikation mit den einzelnen Geräten jederzeit zur Seite.

Als Resultat können Sie nach einem stressigen Arbeitstag die ausgeklügelte Konnektivität der Haushaltsgeräte genießen. Das Licht ist optimal gedimmt, die Wohlfühltemperatur im Wohnzimmer erreicht und die passende Musik kann per Sprachbefehl sofort aktiviert werden. Durch diese ansprechende Haustechnik starten Sie entspannter und ausgeglichener in den nächsten Arbeitstag.