Barrierefreiheit im Badezimmer

Der Begriff „Barrierefreiheit“ ruft bei vielen Menschen einige Missverständnisse auf. Insbesondere im Hinblick auf das steigende Alter kann bei einer Renovierung oder Umgestaltung des Badezimmers eine barrierefreie Einrichtung Sinn machen. Im Gegensatz zu verbreiteten Vorurteilen ist hier nicht die Rede von Senioren- oder Krankenhausbädern. Natürlich profitieren diese Personengruppen aufgrund Ihrer eingeschränkten Mobilität von den erweiterten Funktionen der entsprechenden Sanitärobjekte, wodurch der selbstständige und uneingeschränkte Gang auf die Toilette erhalten bleibt.

Bodengleiche Duschen beispielsweise erleichtern den unkomplizierten Ein- und Ausstieg, wobei Haltegriffe im Bereich der Dusche oder des WCs das Aufstehen erleichtern. Die Wohlfühlatmosphäre im Badezimmer erreicht somit förmlich eine neue Stufe.

Aber auch jüngere Menschen genießen im barrierefreien Badezimmer höchsten Komfort kombiniert mit elegantem Design.

Der deutsche Hersteller von Keramikwaren „Villeroy & Boch“ bietet in diesem Zusammenhang zahlreiche Kollektionen zur barrierefreien Umgestaltung Ihres Badezimmers an. Diese entsprechen der Norm „DIN 18040-2“, welche die Anforderungen an Barrierefreiheit regelt und Grundlage staatlicher Fördermittel ist.

Anforderungen

Um als Barrierefrei zu gelten müssen gewisse Anforderungen an den Raum erfüllt werden. Diese werden, wie bereits erwähnt, in der Norm „DIN 18040-2“ geregelt.

Die Kernpunkte kurz zusammengefasst:

  • Breite des Badezimmerzugangs: mindestens 80cm
  • Durchgangshöhe: 205 cm
  • Bewegungsfläche vor Sanitärobjekten: 120×120 cm
  • Mindestgefälle von 0,5-1,5% im Duschbereich –> Vermeidung von Pfützenbildungen
  • Vorhandener Beinfreiraum unter dem Waschbecken
  • Freiraum zwischen Sanitärobjekten: 20cm
  • Bodengleiche Duschen –> schwellenloser Einstieg in die Dusche
  • Rutschhemmender Bodenbelag (vor allem in der Dusche)
  • Geeignete Armaturen: Einhebelarmaturen oder berührungslose Armaturen

Die Einhaltung der Kriterien ist zwar aufwändig, dafür zahlt es sich aber im Nachhinein aus.  Neben optimierten Sicherheitsbestimmungen und Komfortansprüchen können Sie unter Einhaltung der Norm staatliche Fördermittel zur Finanzierung erhalten.

Weitere Informationen hinsichtlich der Anforderungen an barrierefreie Bäder erhalten Sie hier.

Förderung

Um Ihr Vorhaben finanziell zu unterstützen bietet die „Kreditanstalt für Wiederaufbau“ (KfW) staatliche Fördermittel an. Dabei stehen zwei Programme im Vordergrund:

  • Programm 159 Altersgerecht Umbauen –>  zinsgünstiger Kredit bis zu 50.000€ pro Wohneinheit
  • Programm 455 Altersgerecht Umbauen –>  Investitionszuschuss in Höhe von maximal 6.250€ pro Wohnung

Im ersten Schritt sollten Sie immer einen Sachverständigen beauftragen. Dieser zeigt Ihnen auch Kombinationsmöglichkeiten mit weiteren Förderprodukten auf. Beachten sollten Sie, dass Sie den Antrag vor Beginn der Arbeiten stellen.

Weitere Informationen zur Antragsstellung und den Konditionen erhalten Sie hier.

Villeroy & Boch – O. novo Vita.

Villeroy & Boch hat im Hinblick auf die barrierefreie Badgestaltung hochwertige Lösungsmöglichkeiten aufgestellt. An oberster Stelle steht hierbei die unkomplizierte Nutzung der Einrichtungen, sodass die Selbstständigkeit im Bad auch bei altersbedingten Einschränkungen erhalten bleibt.

Das Konzept ist simpel: Erweiterte Funktionalität der einzelnen Elemente wird mit ansprechender Ästhetik verknüpft. Die zusätzlichen Funktionen sieht man den Sanitärobjekten dabei kaum an, sodass Sie keine einbüßen in puncto Design machen müssen.

Prägend ist in diesem Zusammenhang die Kollektion „O.novo Vita.“ Diese umfasst barrierefreie Toiletten, komfortable Waschtische und WC-Sitze. Die benutzerfreundliche Nutzung und einfache Bedienbarkeit hat hier zusammen mit dem Design oberste Priorität.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Sanitäranlagen besitzen barrierefreie Elemente zusätzliche Austattungen und erweiterte Funktionen, um auch in der Mobilität eingeschränkten Personen gerecht zu werden. Diese werden dabei so schlicht wie möglich integriert.

 O.novo Vita. Toilette

Mit wachsendem Alter fällt der Gang auf die Toilette möglicherweise durch körperliche Einschränkungen immer schwerer.

Barrierefreie Toiletten können dabei helfen. Junge Leute können aufgrund des Designs angesprochen werden, wohingegen Leute mit körperlicher Einschränkung die erweiterten Funktionen voll ausschöpfen können.

Der Funktionsumfang und die Vorteile der Anlage auf einen Blick:

  • Spülrandlose Bauweise
  • „DirectFlush“ Spültechnologie
  • Erhöhte Sitzposition
  • Griffrille am Deckel –> erleichtert Öffnung des WCs
  • Antibakterielle Eigenschaft von Sitz & Deckel.

Durch die Spülrandlose Bauweise und die „DirectFlush“ Spültechnologie wird nicht nur die Reinigung der Toilette vereinfacht. Die Spülung punktet dabei zusätzlich durch einen geringeren Wasserverbrauch.

O.novo Vita. Waschtisch

Um den Toilettengang abzuschließen darf das Hände waschen natürlich nicht fehlen. Ein barrierefreier Waschtisch ist  die optimale Ergänzung zur bereits genannten Toilette. Auch hierfür bietet die Kollektion das passende Objekt.

Der unterfahrbare „O.novo Vita.“ Waschtisch wird ebenfalls höchsten Ansprüchen bei der barrierefreien Einrichtung im Badezimmer gerecht. In drei verschiedenen Größen erhältlich, erlaubt er auch Rollstuhlfahrern die einwandfreie und problemlose Nutzung.

Die Details des Objektes im Überblick:

  • Haltegriffe bei der 80cm Version
  • Integrierte Griffrillen an der Unterseite bei den kleineren Varianten (55 und 60 cm Breite)
  • Material: Sanitärporzellan
  • Geräumige Ablagefläche
  • Kniefreiheit unter dem Waschtisch (30 cm)

Neben der „O.novo Vita“ stechen auch die „Infinity“ Kollektionen mit Ihrer flexiblen Keramikduschwanne und bodenebenen Dusche hervor, die das Duscherlebnis optimieren.

Die Keramikdusche punktet dabei vor allem durch die Vielzahl an Größen, wodurch für jede Raumsituation die passend Lösung zur Verfügung steht.

Weitere Informationen zu den einzelnen Kollektionen und der barrierefreien Badgestaltung durch Villeroy & Boch erhalten Sie hier.

Fazit

Ein barrierefreies Bad ist auf die Bedürfnisse älterer und in der Mobilität eingeschränkter Personen zugeschnitten. Dabei steht für alle möglichen Raumsituationen die passende Lösung zur Verfügung.

Mit einhergehender Planung und Beratung durch einen Sachverständigen bleiben Sie auch bei der Finanzierung der Elemente nicht alleine auf den Kosten sitzen. Die KfW bietet in diesem Zusammenhang mit seinen Programmen aus dem Bereich „Altersgerecht Bauen“ Fördermittel in Form von zinsgünstigen Krediten und Zuschüssen an.

Die Kollektionen von „Villeroy & Boch“ beweisen zudem das anspruchsvolle Design barrierefreier Sanitärobjekte. Empfehlenswert sind solche Investitionen daher auch für junge Leute, die bereits heute an die Bedürfnisse von morgen denken und trotzdem keine einbüßen in puncto Design und Ambiente machen wollen.

 

 

Das smarte Badezimmer

Der Funktionswandel des Badezimmers hin zu einem Funktions- und Erholungsraum hat zahlreiche gestalterische Mittel zum Vorschein gebracht. Heutzutage ist das Badezimmer nahezu der einzige Raum, in dem wir unsere Sinne verwöhnen können und zur Ruhe kommen.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass Smart Home Elemente in immer größerem Umfang auch in unserem privatesten Raum integriert werden.

In anderen Bereichen des Hauses sind smarte Automatisierungsvorgänge bereits weit verbreitet. In vielen Wohnzimmern ist beispielsweise die zentrale Steuerung der Gebäudetechnik Standard. Schon von unterwegs aus werden durch persönliche Zeitprogramme die einzelnen Komponenten aufeinander abgestimmt. Die Heizung fährt schon mal hoch, das passende Lichtambiente stellt sich ein und beim Eintritt in das Haus wird die Musik für das Abendessen aktiviert.

Doch auch im Badezimmer erweisen sich die smarten Erweiterungsmöglichkeiten als vielfältig. So können Sie vorab die individuelle Wohlfühltemperatur unter der Dusche einstellen, smarte Spiegel informieren Sie morgens über die wichtigsten Nachrichten und den Wetterbericht, wobei berührungslose Armaturen Ihnen den alltäglichen Gang auf die Toilette erleichtern. Dabei kommen Sie nicht nur hygienischen Standards entgegen, sondern erhöhen auch den Komfort im Badezimmer. Energieeinsparungen als Resultat des angepassten Wasserverbrauches sind ein weiterer netter Nebeneffekt.

Wir geben Ihnen den Überblick über die Möglichkeiten eines modernen Badezimmers und stellen Ihnen einige Beispielprodukte vor:

Smarte Tools

  • Intelligente Wassermelder:

Als Sicherheitselement im Badezimmer kann der „Grohe Sense“ Wassersensor eingesetzt werden. Dieser misst die Feuchtigkeit und Raumtemperatur, wodurch undichte Stellen frühzeitig erkannt werden. Auf übermäßige Wasseransammlungen kann somit schnell reagiert werden, um größere Folgeschäden zu verhindern.

Neben Wasserschäden können auch Schimmelbildungen verhindert werden. Dabei werden Sie durch das Überschreiten eines festgelegten Grenzwertes nach einer bestimmten Zeit automatisch benachrichtigt. So können Sie handeln, noch bevor Schimmel überhaupt entstehen kann.

Über die „Grohe Ondus App“ werden Sie mobil über auftretende Unstimmigkeiten informiert. Dadurch können Sie undichten Stellen schnellstmöglich auf den Grund gehen.

Mehr dazu erfahren Sie hier

  • Smarter Spiegel

Starten Sie mit dem „smart mirror“ besser in den Tag. Den eigenen Interessen entsprechend erhalten Sie bereits beim Zähneputzen oder Rasieren nützliche Informationen für den weiteren Tagesverlauf erhalten.

Dabei stehen vielfältige Funktionen für die einzelnen Familienmitglieder zur Verfügung. So können relevante Daten, wie beispielsweise der Wetter- und Verkehrsbericht abgebildet werden. Bei entsprechender Anbindung kann der Spiegel zusätzlich als digitaler Terminkalender genutzt werden.

Auch hinsichtlich der Lichtverhältnisse verfügt der „smart mirror“ über eine große Vielfalt. Durch hochwertige LEDs können Sie die Helligkeit in fünf verschiedenen Stufen regulieren und somit für jede Tageszeit das passende Lichtambiente schaffen.

Aber auch die Unterhaltung  kommt nicht zu kurz. Via Bluetooth können Sie Ihr Handy mit dem Spiegel verbinden und jederzeit die persönlichen Lieblingssongs abspielen. Entertainment erreicht durch den „smart mirror“ ebenfalls eine neue Stufe.

Weitere Informationen erhalten Sie hier 

  • Smarte Dusche

Auch das alltägliche Duscherlebnis können Sie durch smarte Elemente vereinfachen und optimieren. Durch das „DTV prompt digital Showering System“ von Kohler heizen Sie die Wassertemperatur schon von unterwegs aus auf und der Wasserfluss beim shampoonieren wird automatisch pausiert.

Ihre Hände benötigen Sie dabei lediglich für das Halten der Duschbrause. Der Entspannung nach einem anstrengenden Arbeitstag steht somit nichts mehr im Weg.

Mithilfe gespeicherter Zeitprogramme setzten Sie sich unter der Dusche eine zeitliche Grenze, um den Wasserverbrauch zu reduzieren. Neben dem erhöhten Komfort senken Sie dadurch auch den Energieverbrauch für die Warmwasserbereitung.

Mehr Informationen erhalten Sie hier 

  • Smartes WC

Der routinemäßige Gang auf die Toilette wird durch das „AquaClean Dusch WC“ von Geberit zu einem echten Wohlfühlerlebnis. Dabei übernimmt die Whirlspray-Duschtechnologie gründlich, schonend und sparsam die Reinigung nach dem Toilettengang.

Weitere Features sorgen für zusätzlichen Komfort. So beseitigt die Geruchsabsaugung unangenehme Gerüche, wobei ein Warmluftföhn mit regulierbarer Temperatur dem Wohlergehen jedes Einzelnen entgegenkommt.

Das WC ist in zwei verschiedenen Ausrichtungen erhältlich, wobei die „Mera Comfort“ Variante über zusätzliche Funktionen verfügt.

Die Bedienung übernimmt die im Lieferumfang enthaltene Fernbedienung. Alternativ ist die Steuerung aber auch über ein separates Wandbedienpanel oder mobil per App möglich. Dabei lassen sich die persönlichen Einstellungen auch auf der App speichern. Die gespeicherten Daten können Sie dann beispielsweise für Reisen auf andere „Aqua Clean Mera“ übertragen.

Weitere Informationen erhalten Sie hier

Berührungslose Armaturen  

Berührungslose Armaturen sind im öffentlichen Bereich bereits weit verbreitet. In Restaurantbädern wird der Wasserhahn meistens bereits durch eine Handbewegung aktiviert. Dadurch wird nicht nur der Komfort erhöht, sondern die berührungslose Aktivierung kommt auch den hygienischen Gegebenheiten im Badezimmer entgegen.

Doch die Technologie lässt sich nicht nur auf das Händewaschen übertragen.

Berührungslose Drückerplatten am WC bieten eine weitere Möglichkeit, um den alltäglichen Gang auf die Toilette zu vereinfachen. „Geberit“ bietet in diesem Zusammenhang in Ihrem Sortiment zahlreiche Betätigungsplatten für unterschiedliche Badsituationen.

So sind berührungslose Drückerplatten sowohl für die Betätigung von vorne als auch von oben erhältlich. Zusätzlich  stehen Fernbetätigungen zur Verfügung, welche im unmittelbaren Umkreis des WCs installiert werden.

Als Beispiel für die Betätigung von vorne ist die „Sigma80“ Drückerplatte hervorzuheben. Die WC-Spülung wird mit Annäherung der Hand an ein Lichtsignal berührungslos ausgelöst. Durch ein Aufleuchten des Lichtsignals wird die Spülung auch optisch bestätigt.

Dabei ist die Betätigungsplatte auch optisch ein Hingucker. Das moderne schwarze Echtglas wird durch 5 verschiedene LED-Leuchten ergänzt, wodurch die Farbausrichtung individuell ausgewählt werden kann.

Einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Ausrichtungen der berührungslosen Drückerplatten erhalten Sie hier

Programmierbare Wannenarmaturen

Wer die eigene Badewanne schon mal zum Überlaufen gebracht hat wird sich über die innovativen Regulationsmechanismen eines smarten Badezimmers freuen. So können Sie durch programmierbare Wannenarmaturen nicht nur die entsprechende Füllhöhe einstellen, sondern auch die Wassertemperatur individuell festlegen.

„Viega“ bietet mit der „Multiplex Trio E“ beispielsweise eine ansprechende Armatur zur Einstellung der genannten Daten.

Elektronisch geregelt lässt sich die Temperatur und Füllhöhe individuell einstellen. Dabei können Sie durch personalisierte Voreinstellungen die jeweiligen Vorlieben der einzelnen Familienmitgliedern speichern.

Die Bedienung übernimmt entweder eine Fernbedienung oder die entsprechende App. So kann der Wasserzulauf auch von unterwegs aus gestartet werden. Bei Erreichen des gewünschten Wasserstandes stoppt dieser automatisch.

Wassereinsparungen resultieren dabei aus der angemessenen Befüllung der Wanne. Überfüllte Wannen durch kurze Unaufmerksamkeiten gehören damit der Vergangenheit an.

Fazit

Im Zuge der erhöhten Ansprüche an das Badezimmer haben sich mittlerweile zahlreiche Smart Home Elemente auch auf unseren intimsten Raum übertragen.

Dabei stehen auch im Badezimmer die Aspekte Komfort, Energieeinsparung und Sicherheit im Vordergrund. So lässt sich der alltägliche Gang auf die Toilette durch das „AquaClean Dusch WC“ erleichtern. Zahlreiche Features lassen den Toilettengang zu einem echten Wohlfühlerlebnis werden. Darüber hinaus können Sie durch smarte Duschen bereits von unterwegs aus die Wassertemperatur aufheizen und Zeitprogramme erstellen. Dadurch setzten Sie sich  unter der Dusche eine zeitliche Grenze und reduzieren den Wasserverbrauch auf lange Sicht erheblich.

Den Komfort- und Hygieneansprüchen kommen Sie vor allem durch berührungslose Wannenarmaturen entgegen. Manuelle Schalter werden durch Sensoren ersetzt, sodass Sie für den Gang auf die Toilette Ihre Hände nicht benötigen.

Ob sich sich für Sie die Anschaffung smarter Elemente im Badezimmer lohnt müssen Sie persönlich entscheiden. Für viele mögen es unnötige Spielereien sein, wobei technikfreudige von den zahlreichen Möglichkeiten begeistert sein werden. Insbesondere im Hinblick auf die Zukunft können Sie  durch den bedarfsgerechten Wasserverbrauch und das optimierte Heizverhalten Kosten einsparen.

Das Badezimmer als Wellness-Oase?

 

Welche Funktion soll das Badezimmer erfüllen? Lohnen sich größere Investitionen in meinem Badezimmer?

Solche Fragen hat man in der Vergangenheit kaum gehört. Doch mittlerweile hat sich die Funktion und Nutzung des Badezimmers enorm gewandelt. Es gilt nicht mehr ausschließlich als Ort zur Körperpflege.  Das Badezimmer wird von einem Großteil der Menschen zu einem weiteren Rückzugsort umfunktioniert, um beispielsweise nach einem anstrengenden Arbeitstag zur Ruhe zu kommen.

Dementsprechend Vielfältig ist das Angebot an gestalterischen Mitteln heutzutage.  Egal, ob Sie eine großräumige Dampfdusche, einen eigenen Whirlpool oder höhenverstellbare Waschbecken im Badezimmer integriert haben wollen. Durch eine organisierte Planung und fachgerechte Beratung gestalten Sie das Badezimmer ihren eigenen Bedürfnissen entsprechend, sodass Sie neben dem Wohnzimmer einen weiteren Raum zur Entspannung und Erholung erhalten.

Allgemein sind sich viele der vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten ihres Badezimmers nicht bewusst und investieren daher lieber in anderen Räumen, wie beispielsweise der Küche oder dem Wohnzimmer. Wir geben Ihnen heute einen groben Überblick, wie Sie die atmosphärische Situation Ihres Badezimmers auf die nächste Stufe bringen.

Holzböden im Trend

Die Bodengestaltung ihres Badezimmers beeinflusst die Grundstimmung des Raumes, wodurch diese möglichst dekorativ und ansprechend aussehen sollte. Holz bietet hinsichtlich des Bodenbelags als Naturmaterial zahlreiche Vorteile. Es ist für die Füße besonders angenehm und schafft eine behagliche Wohlfühlatmosphäre.

Entscheiden Sie sich für einen natürlichen Holzboden im Badezimmer sollten Sie jedoch grundlegende Dinge beachten, um diesen beispielsweise vor Feuchtigkeit und Wasser zu schützen. Orientieren Sie sich an folgenden Tipps, um Ihren Holzboden zu schonen und dessen Lebenszeit zu verlängern.

  • Feuchteunempfindliches Holz nutzen (Eiche, Zirbelkiefer)
  • Maßgerechte Verlegung –> Zwischenräume begünstigen das Eindringen von Wasser
  • Größere Mengen stehendes Wasser vermeiden, beziehungsweise aufwischen
  • Wasserabweisende Öllasuren als Oberfläche für bestimmte Stellen (beispielsweise vor der Dusche oder Badewanne)
  • Ausreichendes Lüften –> Langlebigkeit des Holzbodens

Neben den klassischen Glas- und Fliesenbelägen als Wandverkleidung bietet Holz somit eine alternative Gestaltungsmöglichkeit, welche bei angemessener Anbringung und sachgerechter Instandhaltung, zum einmaligen Wohlbefinden beisteuert.

Fliesenlose Badgestaltung

Der Funktionswandel im Badezimmer stellt eine wohnliche Atmosphäre immer weiter in den Vordergrund. In diesem Zusammenhang ist die fliesenlose Badgestaltung ein wichtiger Punkt. Im Gegensatz zu früher kommen Sie heutzutage bei der Materialauswahl für die Wand- und Deckenbekleidung ganz ohne Fliesen aus.

Die Auswahlmöglichkeiten sind dabei vielfältig:

  • Naturholz als Bodenbelag –> natürliche Wohlfühlatmosphäre
  • Naturstein für die Wandgestaltung –> schafft einzigartige, ländliche Atmosphäre (erschwerter Reinigungsprozess als Nachteil)
  • Wandgestaltung durch Tapeten (spezielle Anfertigung für Feuchträume bspw. Vinyl, Vlies oder Glasfaser Tapeten)
  • Glaspaneele als Wandverkleidung –> elegante Wirkung

Wohlfühlfaktor Licht

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Gestaltung ihres Badezimmers ist das Licht. Die uns umgebenden Lichtverhältnisse beeinflussen in großem Maße unsere Stimmung. Im Badezimmer können Sie entsprechend der Tageszeit unterschiedliche Stimmungslagen durch eine ausgeklügelte LED-Technologie schaffen. Unangenehme Lichtverhältnisse gehören somit der Vergangenheit an.

Morgens will man schließlich nicht durch grell aufleuchtendes Licht geweckt werden, wobei für die Rasur eine umfassende Beleuchtung von Vorteil ist. Abends soll dann das optimal gedimmte Licht für eine entspannte Atmosphäre sorgen.

Alternativ zu herkömmlichen Glühlampen oder Energiesparlampen bietet diesbezüglich die LED-Technologie eine Möglichkeit die zahlreichen Sanitärobjekte durch unterschiedliche Lichtverhältnissen zu ergänzen. Vorteilhaft an den LED Beleuchtungen ist neben der Energieeinsparung und besserer Wasserverträglichkeit vor allem die hohe Gestaltungsvielfalt.

Für die atmosphärische Lichtgestaltung im Badezimmer stellen wir Ihnen mögliche Einsatzfelder der LED-Technologie vor:

  • Dimmbarer Badezimmerspiegel –> erzeugt entsprechend der Tageszeit die optimalen Lichtverhältnisse vor dem Spiegel
  • Deckenbeleuchtung –> Eingliederung in der Dusche zur atmosphärischen Unterstützung
  • Lichtleisten am Fußboden
  • Punktuelle Beleuchtung durch Spots zur Hervorhebung von Details (bspw. Regale, Duschnische…)

Das Badezimmer übernimmt eine Kernaufgabe für den erfolgreichen Start in den Tag. Darüber hinaus ist ein wohlfühlendes Badezimmer Voraussetzung, um den Tag gemütlich ausklingen zu lassen.

Daher sollten Sie im Rahmen der Ausrichtung des Lichtes die Vielfältigkeit der LED-Technologien nutzen. Dadurch schaffen Sie der Tageszeit entsprechend die passende Atmosphäre und verwandeln Ihr Badezimmer förmlich in eine Wellness-Oase.

Fazit

Der Wandel des Badezimmers hin zu einem Funktions- und Erholungsraum hat vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten hervorgebracht. Dabei prägen insbesondere die Boden- und Wandverkleidungen aber auch die vorhandenen Lichtverhältnisse die atmosphärischen Verhältnisse Ihres Badezimmers.

Badezimmer ohne Fliesen lassen den Raum zu einem zweiten Wohnzimmer werden. Ob die Entscheidung nun auf Stein, Holz oder doch Tapeten fällt, hängt von den individuellen Vorstellungen ab. Wichtig sind neben dem ästhetischen Aspekt vor allem die technischen Eigenschaften des gewählten Materials.

Hinsichtlich der Ausrichtung des Lichtes lässt sich die innovative LED-Technologie verdeckt in Badezimmermöbel integrieren, wobei die Lichtverhältnisse der entsprechenden Tageszeit angepasst werden. Morgens sorgen kühle Farbtöne für einen angenehmen Start in den Tag. Am Abend hingegen schaffen warme Farbene eine behagliche Wohlfühlatmosphäre, sodass Sie den Tag gemütlich ausklingen lassen können.

In der Vergangenheit wurden Investitionen im Badezimmer stark vernachlässigt. Heutzutage verpassen Sie auf jedem Fall etwas, wenn Sie die gestalterischen Möglichkeiten nicht ausschöpfen. Schließlich beeinflusst die atmosphärische Situation des Badezimmers unser persönliches Wohlbefinden maßgeblich.