Kermi Wärmepumpen- Eingliederung in Smart Home

 

Wärmepumpen gehören nicht ohne Grund zu den beliebtesten Heizsystemen. Sie nutzen wie bereits in unserem Grundlagenartikel erwähnt, die kostenlose und direkt vor unserer Haustür befindliche Umweltwärme aus der Luft, dem Wasser oder der Erde, um diese später in Heizwärme umzuwandeln. Als Verbraucher können Sie dadurch bereits bei der Auswahl der passenden Heiztechnik einen entscheidenden Beitrag zum Schutz unserer Umwelt leisten.

In diesem Sinne hat der niederbayerische Heizungshersteller „Kermi“ im Hinblick auf die umweltschonende Nutzung und hohe Beliebtheit der Wärmepumpen mit der „x-center base“ eine eigene Steuerzentrale der Anlagen für die Integration in ein „Smart Home“ geschaffen. Dadurch wird die jeweilige Anlage auf Ihren individuellen Heizbedarf abgestimmt, sodass ein effizienter und ressourcensparender Betrieb garantiert wird.

Im Folgenden erhalten Sie zunächst Insiderwissen über die unterschiedlichen Betriebsweisen von Wärmepumpen. Anschließend stellen wir Ihnen mit der „x-center-base Steuerzentrale“ die Smart-Home-Lösung des Heizungsherstellers „Kermi“ vor.

Betriebsweisen 

Wärmepumpen weisen in Bezug auf die Wahl der Energiequelle (Luft, Wasser, Erde) eine enorme Vielfalt auf. Doch auch hinsichtlich der Betriebsweise gibt es Unterschiede. So können Wärmepumpen im Haushalt entweder als Hauptwärmequelle dienen oder durch einen zusätzlichen Wärmeerzeuger unterstützt werden. Wir geben Ihnen den Überblick:

Monovalenter Betrieb:

  • Wärmepumpe agiert als alleinige Wärmequelle
  • Bevorzugter Einsatzbereich in Häusern mit sehr guter Wärmedämmung (Neubauten, Niedrigenergieehäuser)
  • Idealerweise in Verbindung mit Fußboden- oder Wandheizung

Bivalenter Betrieb:

  • Wärmepumpe wird von einem zusätzlichen Wärmeerzeuger unterstützt
  • Kombinationsmöglichkeit mit thermischen Solar- oder Photovoltaikanlagen empfehlenswert (Unterstützung bei der Brauchwassererwärmung)
  • Bevorzugter Einsatzbereich in Häusern mit eingeschränkter Wärmedämmung (Altbauten)

Monoenergetischer Betrieb:

  • Wärmepumpe wird bei Bedarf durch eine zusätzliche Heizquelle unterstützt (bspw. an sehr kalten Tagen, wenn die Heizlast ohne Unterstützung nicht komplett abgedeckt werden kann)
  • Meist elektrische Zusatzheizung (Heizstab)
  • Bevorzugter Einsatzbereich in Häusern mit eingeschränkter Wärmedämmung

Effizienz

Wärmepumpen benötigen einzig für die Umwandlung der Umweltwärme in Heizenergie elektrischen Strom, welcher jedoch nur einen geringen Teil des Gesamtenergieeinsatzes ausmacht.

Die Effizienz der Anlagen hängt entscheidend vom Temperaturunterschied zwischen Wärmequelle und der Vorlauftemperatur des Heizungssystems ab. Je geringer dieser Unterschied, desto weniger Strom wird für den Umwandlungsprozess (Umweltwärme –> Heizwärme) benötigt.

Folglich arbeiten Erd- und Wasserwärmepumpen effizienter als Luftwärmepumpen, da das Erdreich beziehungsweise das Grundwasser im Vergleich zur Außenluft über das ganze Jahr hinweg konstante Temperaturen aufweisen. Luftwärmepumpen können jedoch sowohl innen als auch außen aufgestellt werden und profitieren von geringeren Anschaffungskosten. Eine übersichtliche Auflistung der Vor- und Nachteile finden Sie in unserem Grundlagenartikel: https://blog.heizung-scheibe.de/category/waermepumpen/

 

Kermi’s Smart-Home-Lösung: „x-center base“

Der niederbayerische Heizungsspezialist hat mit der Steuerzentrale „x-center base“ eine Möglichkeit geschaffen zahlreiche Wärmesystem-Komponenten des „Kermi-Systems x-optimiert“ in ein Smart Home zu integrieren. Dadurch können beispielsweise Elektroheizstäbe am Badheizkörper, Fußbodenheizungen, Heizkörper im Allgemeinen und natürlich auch Wärmepumpen angesprochen und gesteuert werden. Die Steuerung geschieht dabei ortsunabhängig über mobile Geräte (Notebook, Tablet oder PC). Hinsichtlich der Wärmepumpen ist in diesem Zusammenhang die „x-change-dynamic“ Produktlinie zu nennen. Das Heizverhalten wird hierbei durch die Erhebung und Auswertung relevanter Daten in den einzelnen Räumen individuell angepasst.

Die Wärmepumpen verfügen über eine modulierende Betriebsweise, wobei sie nicht dauerhaft auf Hochtouren laufen und die Heizlast dem individuellen Wärmebedarf angepasst wird. Somit kommt die Wärme effizient dort an, wo sie auch benötigt wird. Eigene Zeitprogramme für einzelne Räume oder die komplette Heizfläche sorgen für den bestmöglichen Komfort.

Sollten Sie neben der Wärmeregulierung weitere Funktionsbereiche abdecken wollen, bietet die anbieterübergreifende „EnOcean- Funktechnologie“ eine geeignete Erweiterungsmöglichkeit. Diese ermöglicht es zusätzliche Haustechnikelemente, wie beispielsweise Repeater, Fensterkontakte oder Feuchtigkeits- und Temperatursensoren, herstellerübergreifend in Ihr Smart Home einbinden. Der Fokus der Bauteile liegt dabei auf „Energy Harvesting“. Das bedeutet die benötigte Energie stammt nicht aus der Steckdose oder einer Batterie, sondern wird von der Umwelt bezogen.

Folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Elemente, die durch die „EnOcean-Funktechnologie“ integriert werden können:

  • Fenster/Türkontakt –> erkennt Zustand des Fensters bzw. der Tür (offen/geschlossen) und übermittelt ihn an die „x-center base Steuerzentrale“
  • Schaltaktoren –> senden Informationen über elektrische Verbrauchsgegenstände (bspw. Beleuchtung, Dimmen des Lichts, Heizungsregulierung)
  • Jalousieaktor –> Schaltung und Steuerung der Jalousien sowie integrierter Mess-Chip zur individuellen Positionierung der Rollläden
  • Meldeanlagen –> alarmieren Bewohner bei auftretenden Gefahren (bspw. Einbrüche oder Rauchentwicklung) und dienen zur Bewegungs- und Helligkeitserfassung
  • Temperaturfühler –> Ermittlung der Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Innen- und Außenbereich

Weiterführende Informationen zur zentralen Steuereinheit „x-center base“ sowie eine Auflistung der kompatiblen Wärmepumpen aus der „x-change dynamic“ Produktreihe finden Sie unter: https://www.kermi.de/raumklima/produkte/smart-home/x-center-base/

Fazit:

Wärmepumpen entziehen der Umwelt aus verschiedenen Energiequellen Wärme, um dadurch den Heizbedarf im Haus abzudecken. Ein Vergleich mit konventionellen Heizungssystemen, die auf Öl oder Gas als Energieträger setzen, belegt, dass sich die Anlagen in Punkto Komfort und Behaglichkeit kaum unterscheiden.

Jedoch punkten Wärmepumpen durch ihre umweltschonende und sparsame Betriebsweise, wodurch Sie die vergleichsweise hohen Investitionskosten der Anlagen auf lange Sicht gesehen ausgleichen werden.

Der Heizungshersteller „Kermi“ hat diesbezüglich mit der „x-center base“ Steuerzentrale eine eigene Smart Home Lösung für die zahlreichen Wärmesystem-Komponenten geschaffen. Benutzerfreundlichkeit steht dabei an erster Stelle, wobei Sie die einzelnen Elemente ortsunabhängig über mobile Geräte steuern können.

Zusätzlich bietet die anbieterübergreifende „EnOcean-Funktechnologie“ die Möglichkeit weitere Haustechnikelemente herstellerübergreifend einzubinden und die vielfältigen Verknüpfungsmöglichkeiten eines smarten Hauses auszuschöpfen.